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Vorbemerkungen:
Das Webquest zur industriellen Revolution muss keinesfalls in der vorgeschlagenen Abfolge bearbeitet werden. Die Arbeitsaufträge sind jedoch aufeinander abgestimmt und erleichtern so den “Erkenntnisgewinn”.
Als “allgemeine” Informationsquellen sind neben Lexika, CD-ROMs und Handbüchern empfehlenswert:
“Wikipedia” “Informationen zur ...” “politische Begriffe”
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Industrielle Revolution
von F. Engels und L. A. Blanqui im frühen 19. Jahrhundert geprägter Begriff, der von dem britischen Sozialreformer A. Toynbee (1852-1883) übernommen wurde und seine heutige Bedeutung zur Kennzeichnung der Phase beschleunigter technologischer, ökonomischer und sozialer Veränderungen gewann, die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in Großbritannien, später in den meisten europäischen Staaten, in Nordamerika und Japan einsetzte. Am gründlichsten ist die industrielle Revolution am Beispiel Großbritanniens untersucht worden. Zu ihren vielfältigen Voraussetzungen gehören: technische Erneuerung des Produktionsapparats, gesteigerte Akkumulation liquiden Kapitals und steigendes Arbeitsangebot.
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Die industrielle Revolution begann mit der Einführung der Maschinen in der Textilindustrie, dehnte sich auf die Eisenbearbeitung und den Bergbau aus und ging seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Hand in Hand mit der Revolutionierung des Verkehrswesens (Eisenbahn, Dampfschiff). Industriegebiete entstanden u. a. in Schottland, Mittelengland, Nordostfrankreich, Norditalien, Rheinland und Westfalen, Oberschlesien, Südwestdeutschland und im Nordosten der USA. Die Siedlungsordnung (Entstehung von Großstädten) und die soziale Struktur der europäischen Völker wurden durch die Herausbildung einer von starken Spannungen erfüllten Industriegesellschaft grundlegend verändert. Während letztlich durch die industrielle Revolution der Anstoß zur Beseitigung der Massenarmut gegeben wurde und das reale Pro-Kopf-Einkommen stieg, entstanden andererseits neue Gegensätze zwischen Bürgertum und Arbeiterklasse (Arbeiterbewegung, Kapitalismus). In der Geistesgeschichte sind von der industrielle Revolution und der aus ihr entstandenen sozialen Frage entscheidende Anstöße zur kritischen Gesellschaftsphilosophie und zur modernen Kulturkritik ausgegangen.
(Text aus CD-Rom 1848 - 1949 ein Jahrhundert deutsche Geschichte)
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A 1: Welche prinzipiellen Auswirkungen hatte nach diesem Lexikonartikel die industrielle Revolution?
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A 2: Verschaffe dir mit Hilfe des Basiswissens einen Überblick über die Epoche der industriellen Revolution.
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“Industrialisierung” oder “industrielle Revolution”?
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A 3:
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Welcher der beiden Begriffe ist treffender? Entscheide dich an Hand der Argumentation verschiedener Historiker. Welche Zeiträume betrachten diese Wissenschaftler jeweils?
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Wie lebten die Menschen in der vorindustriellen Zeit Was kennzeichnete die vorindustrielle Gesellschaft??
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A 4:
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Schaffe dir mit Hilfe sozialgeschichtlicher Quellen ein Bild über die Lebensverhältnisse in dieser Zeit. Versuche die Kennzeichen der “Mentalität” der meisten Menschen dieser Epoche zu erfassen.
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A 5:
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Ermittle die Kennzeichen der vorindustriellen Gesellschaft mit Hilfe der “Informationen zur ...”. Stelle deine Ergebnisse als differenziertes Mindmap dar. Sende mir dein Ergebnis bitte per Mail.
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Der Vorsprung Englands
Warum begann die Industrielle Revolution gerade in England? Der bedeutende deutsche Historiker Franz Schnabel hat, in seinem auch heute noch lesenswertem Werk "Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert", eine heute noch nicht überholte Antwort zu geben versucht:
"Wenn Frankreich die Heimat des wissenschaftlich-technischen Denkens war, so haben die Engländer aus angelsächsischem Volkstum und aus den Antrieben der kalvinistischen Religiosität den Industriegeist zu unvergleichlicher Wirkung gesteigert, sie haben ihn mit dem wissenschaftlichen Geiste verbunden, und sie sind dabei auch durch die drängenden Bedürfnisse des wirtschaftlichen Lebens geleitet worden. Mehr als zweihundert Jahre waren bereits seit der Renaissance und dem Zeitalter der Entdeckungen vorübergegangen; immer entschiedener war das Bestreben geworden, die Natur zu meistern und ihr stets neue Möglichkeiten abzugewinnen zur Erleichterung, Verbesserung und Verschönerung des Lebens. Aber immer waren die Erfinder Menschen von der Art gewesen, wie sie Swift in einem berühmten Kapitel von "Gullivers Reisen" schildert - man weiß nicht recht, ob sie Narren sind! Die Zeit war noch nicht gekommen, die ihre Ideen nutzen konnte.
Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und erst in England waren aus dem Zusammenwirken von vielen konkreten historischen Umständen schließlich die Vorbedingungen für den modernen Industrialismus gegeben. Bis dahin war England in der Entwicklung der äußeren Kultur weit hinter den kontinentalen Staaten, besonders hinter Frankreich, zurückgeblieben. Da gab das Aufblühen seiner Kolonien dem kleinen Insellande in der Nordsee eine unerwartete Chance. Die maritime Lage ihres Landes hatte es den Engländern erleichtert, gerade die aussichtsreichsten Gebiete als Kolonien sich anzugliedern und zu entwickeln, so dass nicht nur genügend Kapitalbesitz - eine ausreichende "primäre Akkumulation"- für die neue Zeit zur Verfügung stand, sondern auch unvergleichliche Ländereien der kommerziellen und industriellen Durchdringung offen lagen. In den Städten des Mutterlandes aber drängte sich eine besitzlose, nach Arbeit verlangende Menge, die ein allmächtiger Adel von der Scholle getrieben hatte. ... keine Klöster reichten den Armen Almosen und Brot. Längst waren die Wälder als Bau- und Brennholz verbraucht worden, es fehlte an Stoff und an Kraft. So war es kein Wunder, dass man peinlich empfand, wie langsam die Produktion und wie veraltet die Organisation der Arbeit war. Eine führende Oberschicht von unternehmungslustigen und ökonomisch denkenden Menschen stand bereit, die Aufgabe zu ergreifen: in der Schule des Parlamentes hatte sie gelernt, wie der freie und selbstbewusste Mann an großen Aufgaben mitzuwirken berufen ist, wie er einen soliden Haushalt aufbaut und Vorsicht mit Wagemut verbindet. Ungehindert durch absolute Fürstengewalt, durch Bürokratie und Militarismus hatte sich in diesem Land die Selbsttätigkeit des Individuums und der Körperschaften entwickelt. Tatkraft und Unternehmungsgeist wurden leicht auf wirtschaftliches Gebiet gelenkt, wenn der rastlose Erwerbssinn geradezu religiös begründet wurde und der Staat so wie hier in den Besitz von Interessengruppen gebracht werden konnte. Die insulare Lage sicherte zudem das Land und seine Bewohner vor jedem feindlichen Einbruch, während zur gleichen Zeit die kontinentalen Völker sich durch eine unabsehbare Reihe von Kriegen und Verwüstungen immer wieder in die Barbarei zurückgeworfen sahen. Und wie unvergleichlich günstig für kulturelle und wirtschaftliche Durchdringung war diese in sich geschlossene Insel! Die Städte lagen nahe beieinander und jede von ihnen nur wenig entfernt von der Küste, die Güter des Adels lieferten Schafwolle in großer Menge und vorzüglicher Güte, der Boden aber beherbergte in seiner Tiefe die Stoffe, welche die neue Welt brauchte - Kohle und Eisen."
(aus: Franz Schnabel, Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert. Die moderne Technik und die deutsche Industrie (Nr. 208), Herder TB, Freiburg 1965, S. 20/22)
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A 6:
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Welche Faktoren ermöglichten bzw. begünstigten nach Schnabel die Entwicklung Englands zum ersten und lange Zeit auch führenden Industriestaat? Fasse deine Ergebnisse als einfaches Mindmap zusammen.
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A 7:
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Differenziere und verbessere nun diese ersten Ergebnisse, indem du zur weiteren Arbeit folgende Materialien und Links benutzt:
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Politik /Gesellschaft:
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Quellen
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bpb
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Wirtschaft / Industrie:
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Quellen
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Internet
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Wirtschaftsethik:
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Quellen
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Uni Marburg
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Stelle deine differenzierte Analyse der Faktoren, die Englands Aufstieg begünstigten und bedingten, als differenziertes Mindmap oder als genaues Struktogramm dar. Sende mir dein Ergebnis bitte per Mail.
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Spinning Jenny, 1774
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Dampfmaschine, Modell 18. Jahrhundert
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“Wer Industrialisierung sagt, sagt Baumwolle.”
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A 8:
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Stelle die in dem Text dargelegten Missverhältnisse bei der Bereitstellung von Garn und der Verarbeitungsmöglichkeit in einer einfachen Grafik dar.
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A 9:
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Welche Erfindungen machten die englische Industrie unabhängig von Einfuhren aus Indien?
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A 10:
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In welchem Zeitraum werden die neuen Erfindungen statistisch relevant?
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A 11:
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Worin besteht die Wirkung der Dampfmaschine für die Industrialisierung? Welche Vorteile bringt die Dampfmaschine für die Unternehmer mit sich?
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A 12:
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Versuche nun, den Zusammenhang zwischen Mechanisierung der Textilindustrie, Erfindung der Dampfmaschine und Entwicklung der Schwerindustrie in einer genauen und übersichtlichen Skizze darzustellen. Sende mir dein Ergebnis bitte per Mail.
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Und nicht vergessen:
Tempus fugit!
Niggs für unguud
euer Geschichtslehrer
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